Literatur - Kunst und Kultur
Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst: Tibet - Klöster öffnen ihre Schatzkammern. Klöster öffnen ihre Schatzkammern - Katalog zur Ausstellung, München 2006
Vom 21. Februar - 28. Mai 2007 war die Ausstellung im Museum Dahlem, Berlin zu sehen. Der Flyer zur Ausstellung führt auf: „Glanzvolle Skulpturen, farbenprächtige Rollbilder, kostbare Manuskripte und reich verziertes Altargerät: Die Ausstellung gewährt Einblick in die Welt des Buddhismus und präsentiert bis zu 1500 Jahre alte religiöse Kunstwerke, die größtenteils Tibet noch nie zuvor verlassen haben. Als Weltpremiere werden erstmal auch Schätze aus den Sammlungen der bedeutendsten Klöster Tibets gezeigt. Daneben sind Kunstwerke aus den Residenzen der Dalai Lamas und aus dem Tibet Museum in Lhasa zu sehen.“
„Doch der wahre Schatz dieser Schau ist der Katalog, mit dem ein kleines aber exquisites Team von Tibetologen ein Werk geschaffen hat, das an Umfang und Anschaulichkeit alles hinter sich lässt, was bisher zum tibetischen Buddhismus, zu seinen verschiedenen Schulen und den Klöstern gesagt wurde."
Wahrhaftig ist der mehr als 660 Seiten gewichtige Katalog mit seinen Erklärungen und vor allem seinen fantastischen Abbildungen mit Worten überhaupt nicht zu beschreiben. Wer an der tibetischen Kultur und Religion interessiert ist, findet hier einen wahren Schatz!!!
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Pitt Koch, Henning Stegmüller: Geheimnisvolles Nepal. Buddhistische und hinduistische Feste, München 1983
„1000 Feste“ sollen jährlich in ganz Nepal gefeiert werden. Tatsächlich gibt es kaum ein Land, in dem es so viele Feste und Feiertage gibt wie Nepal - sowohl buddhistische als auch hinduistische Feste, die sich oft über mehrere Tage hinziehen. Allein der Stamm der Newar, der eigentliche Kulturträger des Kathmandu-Tales, kennt jährlich 241 Festtage. Pitt Koch und Henning Stegmüller haben während zahlreicher oft monatelanger Aufenthalte Nepal, seine Menschen und ihre Kultur kennen-, verstehen und lieben gelernt. Sie begegneten Priestern und Astrologen, haben zusammen mit Kumaris, den lebenden Göttinnen, heilige Opferhandlungen, Pujas, zelebriert, Nächte mit Musikern in den Tempeln verbracht oder Reinigungszeremonien und Totenfeiern beigewohnt. Ihre Berichte decken Geheimnisse der nepalesischen Kultur auf, helfen die Bewohner des Landes zusammen mit ihrer Kultur zu verstehen. Ein hochinteressanter großformatiger Band, der durch zahlreiche Bilder sowie einem übersichtlichen Kalender der Feste abgerundet wird.
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Baumer, Christoph: Bön, Die lebendige Ur-Religion Tibets
Selten ist der Sieg einer Religion über eine andere so sinnfällig und zugleich so human fabuliert worden wie der des tibetischen Buddhismus über die Vorgänger-Religion des Bön. Am heiligen Berg Kailash – es war um das 11. Jahrhundert unserer Zeitrechnung – forderte der buddhistische Asket, Mystiker und Poet Milarepa den Bönpo-Meister Naro Bon Chung zum finalen Showdown: einem Wettlauf, genauer: einem Wettfliegen auf den Gipfel heraus. Kurz vor dem Gipfel wurde der Bönpo durch einen magischen Blick Milarepas gestoppt. Naro Bon Chung stürzte zur Erde. Doch Milarepa setzte ihm nicht, wie es sonst wohl die Art der Sieger ist, den Fuss auf den Nacken, sondern überliess ihm voller Mitleid das Kloster Bön-Ri als neues Refugium. Heute ist es schwierig, die buddhistischen und die Bön-Elemente des tibetischen Lamaismus säuberlich auseinanderzudividieren. Die Geschichtsschreibung war ohnehin allemal die der Sieger. Trotzdem lebt die Tradition einer reformierten Schule des Bön mit einem eigenen Oberhaupt fort, dem 33. Abt von Menri, der heute wie der XIV. Dalai Lama in Indien im Exil residiert. Der ausführlich kommentierte und reich bebilderte Band von Christoph Baumer führt kundig und detailliert in Geschichte und Gegenwart der Bön-Religion ein. Nach dem Vorbild des Dalai Lama, dessen Büro inzwischen nahezu jedes Buch über Tibet bevorwortet, durfte auch hier ein Vorwort des geistlichen Oberhauptes nicht fehlen. Es muss ja nicht immer gleich ein Gipfel-Wettfliegen sein. (Neue Zürcher Zeitung)
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Gilles Béguin, Suzanne Held: Nepal
1997 erschien im Hirmer Verlag, München die deutsche Übersetzung der französischen Originalausgabe aus dem gleichen Jahr mit dem Titel „Népal. Vision d'un art sacré". Der großformatige Prachtband enthält viele fantastische Aufnahmen vor allem von Kunst und Architektur des Landes, dazu noch einige Landschaftsszenen - tolle Bilder und Details aus z.T. selteneren Perspektiven. Im kürzer gefassten Textteil werden die Newar-Kultur, Geschichte, Religion sowie die Entwicklung der nepalesischen Kunst behandelt.
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Gerd-Wolfgang Essen, Tsering Tashi Thingo: Die Götter des Himalaya
„Kostbares, Güte und Segen spendendes Schatzhaus“ nannte der XIV. Dalai Lama die Sammlung Gerd-Wolfgang Essen im Jahre 1982 bei seinem Besuch in Hamburg. Sie ist die bedeutendste private Sammlung tibetischer Kunst in Europa. 750 hochwertige Objekte trug der Religionswissenschaftler Essen zusammen (und bewahrte sie somit vor chinesischer Zerstörung), die eine umfassende Anschauung der buddhistischen Geisteswelt vermitteln. Die Sammlung umfasst alle wichtigen Sparten buddhistischen Kunstschaffens vom 10. Jahrhundert bis heute: Thankas, Bronzeplastiken und Kultornate, Ritualgegenstände, Tanzkostüme, Masken, Buddhistische Literatur, Teppiche und Gebrauchsobjekte. 1989 stellt der Prestel-Verlag, München die Sammlung in zwei Bänden dar: Band 1 (Tafelband), Band 2 (Systematischer Bestandskatalog). Die Bände sich prächtig, haben viele wunderschöne Abbildungen mit grundlegenden Erklärungen.
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Gerd-Wolfgang Essen, Tsering Tashi Thingo: Padmasambhava
Im DuMont Buchverlag, Köln erschien 1991dieser Band, der ausschließlich dem Thema „Padmasambhava“ gewidmet ist. Obwohl die Bilder weitgehend in dem Katalog „Die Götter des Himalaya“ enthalten sind, war die gründliche textliche und ikonografische Erschließung des Themas dem Sammler und Autor Gerd-Wolfgang Essen so wichtig, dass ein separater Band gestaltet wurde. Es entstand ein prachtvolles, hochinteressantes Buch. Padmasambhava, d.h. „Der aus dem Lotos Geborene“, ist der Begründer des Lamaismus, der Religion Tibets. Im 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Kaschmir geboren, zog er als ?Apostel des Buddhismus? in den Himalaya. Dort gelang es ihm, die bodenständigen Kulte mit ihren magischen Praktiken, ihrem Geister- und Zauberglauben auf die hohe Philosophie des Buddha und die von ihm erstrebte Schulung des Bewusstseins abzustimmen. In der vielfältigen Ikonografie des lamaistischen Glaubenskreises kommt der Gestalt des Religionsstifters Padmasambhava eine herausragende Bedeutung zu.
Willy H. Fischle: Der Weg zur Mitte
In seinem Bändchen mit schönen Thanka-Abbildungen, z.T. mit Vergrößerung kleinster Details, möchte Fischle aus seiner Beschäftigung mit tibetischen Thankas einerseite und dem täglichen Umgang mit den Symbolen in der psychotherapeutischen Praxis andererseits darlegen, dass zwischen beiden ein hohes Maß an Übereinstimmung besteht. So sagt der Verfasser im Vorwort: „...will ich aus tiefenpsychologischer Sicht aufzeigen und veranschaulichen, dass uns aus diesen Bildern (Thankas) Inhalte ansprechen, die aus Tiefen kommen, die über Tausende von Kilometern von Europa bis Asien Gültigkeit haben und verstanden werden.“ Der Band ist ein interessanter Beitrag zum Thema der Thankas aus psychologischer Sicht. (Verlag Bechtermünz, o.J.)
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Frieder Aichele und Renate Möller: Ostasiatica
Kurzbeschreibung: Ostasiatica umfaßt die ganze Fülle der Kunst und des Kunsthandwerks Ostasiens, also vor allem Chinas, Japans und Tibets sowie der von ihnen beeinflußten und angrenzenden Länder. Schon seit vielen hundert Jahren sind die Objekte dieser großartigen Hochkulturen im Westen sehr begehrt und werden fachkundig gesammelt. (amazon-Beschreibung)
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Naturwunder und Kulturschätze unserer Welt, Indischer Subkontinent
Kurzbeschreibung: Seit 1972 setzt sich die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, weltweit für den Schutz einzigartiger Kultur- und Naturdenkmäler ein, die wegen ihrer außergewöhnlichen Bedeutung zu den größten Schätzen unseres Planeten zählen und deshalb zum Erbe der Menschheit erklärt werden. In Zusammenarbeit mit der UNESCO wird das komplette Kultur- und Naturerbe der Welt in einer Buchreihe präsentiert. Mit faszinierenden Photos und anschaulichen Texten lädt diese Enzyklopädie zu einer Entdeckungsreise rund um die Erde ein; zu den Zeugnissen alter Kulturen, zu den Meisterwerken der Kunst und Architektur, zu den Nationalparks und Naturparadiesen. Jede Welt erbestätte wird in Wort und Bild vorgestellt und mit ihren kulturgeschichtlichen oder naturwissenschaftlichen Hintergründen beschrieben. Rund 300 brillante Farbphotos in jedem Band dokumentierten die Schönheit und Vielfalt der Kultur- und Naturdenkmäler. (amazon-Beschreibung)
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Claudia Müller-Ebeling, Christian Rätsch, Surendra Bahadur Shahi: Schamanismus und Tantra in Nepal
Unglaublich, welch hochinteressantes Text- und Bildmaterial zu diesem spannenden Thema die Autoren zusammengetragen haben. Dabei möchten sie authentisches Wissen über den Schamanismus vermitteln, mit Vorurteilen oder falschen Ansichten über „schamanische Wunderheiler“ oder über ?Glaubensheiler? aufräumen. Der Prachtband erschien 2000 im AT Verlag, Aarau, Schweiz mit vielen herrlichen Abbildungen. Er behandelt ausführlich die vielfältige Themen um den Schamanismus. Im Anhang findet sich ein erstaunlich umfangreiches Literaturverzeichnis und eine Discografie. Ebenso sind jede Menge Adressen schamanischer Institutionen, ja sogar einige Websites aufgeführt. Wie auch immer die eigene Einstellung zum Schamanismus ist: das umfangreiche, liebevoll gestaltete Buch vermittelt ganz sicher etliche neue Einsichten in dieses interessante Gebiet.
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Christian Rätsch: Räucherstoffe. Der Atem des Drachen. 72 Pflanzenporträts
Das Buch bietet 72 ausführliche Pflanzenportraits, ebenso einem bebilderten Teil in dem die Pflanzenteile, die man verräuchert, abgebildet sind. Jeder einzelne Räucherstoff wird mit seiner medizinischen Anwendung, seiner Verwendung in Ritualen und seiner Geschichte beschrieben. Besonders großartig ist, dass der Autor auf die verschiedenen Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Räucherstoffen eingeht und die Unterschiede aufzeigt. Ebenso wird auch auf die psychoaktiven Pflanzen und deren Verwendung eingegangen. Für Menschen, die sich dem Räuchern mit aromatischen Räucherstoffen verschrieben haben, ist es eine wahre Fundgrube. (amazon-Beschreibung)
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Pratapaditya Pal, Valrae Reynolds: Art of the Himalayas: Treasures from Nepal and Tibet
This magnificient collection showed at the Portland (Oregon) Art Museum several years ago. In terms of the quality of the thanka paintings, bronzes and ritual items gathered for the exhibit and reproduced in gorgeous full-color detail in this book, it is second only to „Wisdom and Compassion“. The latter benefited from a national audience, widespread publicity, and publication of its catalog by the nation's largest art book publisher. By comparison, this handsome volume is almost unknown. The collection includes unflinching depictions of deeply esoteric symbolism found nowhere else. This book is not only a true bargain but also a must-have for anyone interested in Tibetan art. Although I have many more recent books on the subject, this is one I return to again and again, with great joy and appreciation. (amazon-Reszensent)
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Giuseppe Tucci: Rati-Lila - Erotik in der Kunst von Nepal, Genf 1969
Innerhalb der Reihe „Verschwiegene Schätze“, die der Nagel-Verlag 1962 veröffentlichte, erschien 1969 Rati-Lila, was soviel wie <intimes Liebesspiel> bedeutet. Professor Giuseppe Tucci, Leiter des Instituts für den Mittleren und Fernen Osten in Rom, präsentiert die erotischen Darstellungen in den Tempeln Nepals, die er mit fundiertem Fachwissen erläutert und in einem großformatigen Band darstellt. Die verschiedenartigen Erscheinungen nepalesicher Kunst erklärt er in ihren geschichtlich-religiösen Ursprüngen. Die großartigen Fotografien, meist
Aufnahmen von Lorenz Prinz, sind teils zu stattlicher Größe ausklappbar. Ein wahrhaft prunkvoller Band!.
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