Literatur - antiquarische Bücher
H. A. Oldfield: Sketches from Nipal,…, London 1880
Henry Ambrose Oldfield (1822-1871) diente von 1850 bis 1863 während der frühen Jahre der Regierung Maharaja Jang Bahadurs als Arzt an der Britischen Residenz in Kathmandu. Bis zu diesem Zeitpunkt war Nepalische Kunst stets religiöser Natur. Oldfield war der erste, der auch militärische und weltliche Aspekte abbildete. Dabei waren seine Arbeiten teils so exakt, dass sie später als Vorlage zur Restaurierung verschiedener Bauten dienten. Offenbar hatte er ein gutes Verhältnis zu Maharaja Jang Bahadur, denn als Nepal 1855 Tibet den Krieg erklärte, durfte Oldfield die Truppen von Bam Bahadur, Jang Bahadurs Bruder, bis zur Nordwest-Grenze Nepals bei Kerong begleiten. Keinem anderen der wenigen Europäer, die bis dahin Kathmandu besuchen durften, war es erlaubt, das Kathmandu-Tal zu verlassen. Oldfield schrieb auch über die Geografie und Religion Nepals. Zusammen mit seinen wunderschönen Zeichnungen und Aquarellen, wurde sein Werk nach seinem Tod veröffentlicht unter dem Titel „Sketches from Nipal,…“, London 1880. Das Original ist selten. Reprints sind erhältlich!

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Henry Ambrose Oldfield, „Sketches from Nipal,…“, London 1880
Daniel Wright: History of Nepal (translated from the Parbatiya by Munshi Shew Shunker Singh / Pandit Shri Gunanand) with a Introductory Sketch of the Country and People of Nepal, Reprint of 1877 Edn.) 1990
Die seltene (und teure) Originalausgabe von 1877 ist schwer zu bekommen. Im Gegensatz zu einigen indischen „Neuausgaben“ der 60er Jahre enthält dieser Reprint von 1990 die herrlichen Abbildungen des Originals. Ein lesens- und bemerkenswertes Buch! Die Ausgabe von 1990 ist erhältlich und erschwinglich.

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Daniel Wright: „History of Nepal“, Cambridge 1877
Jürgen C. Aschoff: Tibet, Nepal und der Kulturraum des Himalaya
DAS fantastische Nachschlagwerk über die vorhandene Literatur. Jürgen Aschoff liefert eine beeindruckende kommentierte Bibliographie deutschsprachiger Bücher und Aufsätze 1627 bis 1990 (Aufsätze bis zum Jahre 1900). Da ist wirklich (fast) alles zu finden. Geordnet nach verschiedenen Verzeichnissen, zeitlichen oder örtlichen Bereichen sowie speziellen Sachregistern wie „Geographie/Geologie/Meteorologie“, „Geschichte/Politik“, „Reisen/Reiseführer“, „Kunst/Ikonographie“, „Religion/Philosophie“, „Sprache“, „Romane“, „Bildbände“ u.a. findet der Literaturinteressierte ein weites Feld. Großartige und wertvolle Ausgabe!

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Gustav Le Bon: Voyage au Népal
Innerhalb des Sammelbandes „Le Tour du Monde“ erschien 1885 auf den Seiten 225 bis 272 der Bericht „Voyage au Népal“ von Gustav Le Bon. Verständlicherweise beginnt die Schilderung einer Nepalreise in der damaligen Zeit mit den Schwierigkeiten, überhaupt Einlass in das Land zu kommen. Behandelt wird dann auch ausschließlich das Kathmandu-Tal. Hervorragend sind die großformatigen Stiche nach Fotografien von Gustav Le Bon aus den drei Königsstädten Kathmandu, Patan und Bhaktapur, dabei auch Budhnath, Pashupatinath oder Svayambhunath. Einige weitere Bilder wie „Types népalais“, Bilder von Göttern, Soldaten Holzschnitzereien oder von Maharaja Jung Bahadur runden das kleine aber feine Werk ab.
Premierminister Jung Bahadur
Gustave Le Bon (1841-1931)
Vladimir Sis, Josef Vanis: Der Weg nach Lhasa,Prag 1956
„...ein Buch aus der neuesten Periode der historischen Wandlungen, die dieses Land durchmachte.“ schreibt der Text des Schutzumschlags. Tatsächlich gehören die 223 qualitativ hochwertigen und stimmungsvollen Fotos heute bereits zu den historischen Dokumenten des Landes. Die beiden Autoren kamen 1955 nach Tibet um gemeinsam mit ihren chinesischen Berufskollegen Filmaufnahmen zu machen. Sie treffen die Menschen bei ihrer täglichen Arbeit und bei Feien ihrer Feste, sie fotografieren die Mönche in Klöstern und erleben den Dalai Lama oder die ersten Automobile in Lhasa. All das wird in meist großformatigen Fotos nach einer m.E. etwas schwülstigen Vorrede festgehalten - sehenswert!

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(der 14. Dalai Lama)
(Der Potala-Palast)
(Tibetisches Haus)
Erika Leuchtag: Erika und der König
1959 erschien die deutsche Übersetzung von „With a king in the clouds“. Erika Leuchtag, eine in Simla (Himachal Pradesh - Nordindien) lebende geborenen deutsche Physiotherapeutin wurde Ende 1948 vom damaligen nepalesischen König Tribhuvan zur Behandlung der älteren Königin nach Kathmandu gebeten- zu einer Zeit, da Nepal noch ein verschlossenens Land unter der Herrschaft der Ranas war. Premierminister Maharadscha Mohan Shumsher Rana hatte seit Mai 1948 das Sagen, der „regierende“ König Tribhuvan lebte als Marionette der Ranas, als Vogel im goldenen Käfig, ohne Machtbefugnisse. Ihn und die ganze königliche Familie lerne Erika Leuchtag 1949 in den Monaten am Königshof intensiv kennen. In einer Zeit des Umbruchs (Indien war gerade unabhängig geworden) war sie es, die wichtige Beziehungen knüpfte und vermutlich die entscheidenden Schritte zur Palastrevolution, zur Wiederherstellung der Monarchie vorbereitete. Am 15. Feb. 1950 konnte König Tribhuvan dann dem Rana-Regime schließlich ein Ende bereiten und im Frühjahr 1951 dem Volk die konstitutionelle Monarchie nach britischem Vorbild versprechen. Ein ganz wichtiges Stück Zeitgeschichte wird in diesem lesenswerten Buch von Erika Leuchtag spannend und hautnah aufgerollt.
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Himalaya-Forscher Dr. Kurt Boeck (1855-1933)
Kurt Boeck: 60 Scherzgedichte zu Lichtbildern aus dem Wunderland Indien
Das in kleinster Auflage im Selbstverlag erschienene Büchlein enthält neben den Gedichten viele beeindruckende Fotos aus Indien und Nepal. Die Qualität der Bilder des ambitionierten Hobbyfotografen Boeck ist, wie auch in seien anderen Büchern, für die damalige Zeit großartig. Insgesamt ein nettes Büchlein, das allerdings nicht leicht zu bekommen ist.
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Kurt Boeck: Himalaya - Lieder und Bilder
Im Eigenverlag ließ der Verfasser 500 Exemplare dieses großformatigen Bandes im Jahre 1927 drucken. Er beinhaltet jene 20 großformatigen heliographischen Kupferdrucke nach seinen Originalaufnahmen, welche bereits 1894 als „Himalaya-Album“ in kleiner Auflage erschienen waren: 10 Bilder aus Sikkim (Ost-Himalaya) und 10 Bilder aus Kumaon und Gharwal (West-Himalaya). Es sind zweifellos großartige Bilder; die Lieder (= Gedichte) des Verfassers, für uns heute allerdings etwas sehr „deutsch“.
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Kurt Boeck: Indische Gletscherfahrten
In den Jahren 1890, 1893, 1895 und 1898 unternahm Kurt Boeck vier Reisen in den Himalaya. Einen Bericht seiner ersten Reise 1890 veröffentlichte er zehn Jahre später auf Bitten der Deutschen Verlags-Anstalt als „Indische Gletscherfahrten“, Stuttgart und Leipzig 1900. In dieser Reise besuchte er das Kumaon-Gebiet westlich von Nepal sowie Darjeeling und Sikkim östlich von Nepal. Eine Erlaubnis nach Nepal einzureisen, dem damals „verbotenen“ Land, erhielt er erst bei seiner vierten Reise. Als Hobby-Fotograf führte Boeck in einer Handtasche eine „geheime“ Kamera mit sich, mit der er durch ein Loch in der Tasche unbemerkt fotografierte. Seine unzähligen Aufnahmen sind für die damaligen Verhältnisse von fantastischer Qualität. Die Reiseberichte sind spannend geschrieben und zeugen von gründlicher Kenntnis der Kultur. Obwohl er im Kolonialstil mit einem umfangreichen Karawanen-Trek reiste, hatte er doch guten Kontakt zur Bevölkerung, deren Leben er immer wieder bildhaft beschreibt.
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Kurt Boeck: Durch Indien ins verschlossene Land Nepal
Bei seiner vierten Reise schließlich gelang es Boeck, eine Genehmigung für die Einreise nach Nepal zu bekommen. Er schreibt: „Das Glück war mir hold. Durch pestverseuchte indische Gebiete hindurch fand ich wirklich den unzähligen anderen versagten Zutritt in das geheimnisvolle Himalaja-Königreich Nepal und ich verließ es, fast erdrückt von der Fülle wundersamer Erscheinungen, die ich nicht länger für mich behalten will.“ Der Bericht dieser Reise erschien 1903 im Verlag von Ferdinand Hirt und Sohn, Leipzig. Hochinteressant ist der ausgiebig bebilderte Bericht des Nepals um die Wende zum 20. Jahrhundert. Es sind sogar drei Postkarten aus dem Jahr 1898 erhalten, die Boeck auf dieser vierten Reise aus Nepal schrieb. Eine davon schrieb er an seine Frau, eine an sich selbst nach Kathmandu (s. Abb. unten).
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Kurt Boeck: Im Banne des Everest
Die seltene und daher bald vergriffene Ausgabe von Boecks „Durch Indien ins verschlossene Land Nepal" wurde in den 20er Jahren in mehreren Teilen neu aufgelegt. Die letzten Abschnitte des Buches sind für Nepal die interessantesten, nämlich der Eintritt Boecks in das zuvor verschlossene Land. Dieser Teil erschien als erster im Haessel Verlag, Leipzig, 1922 unter dem Titel „Im Banne des Everest“. Er beginnt mit Boecks Aufenthalt in Sikkhim, als er an den Gletschern des Kanschendschunga von seinem tibetischen Sirdar (Bergführer) gewarnt wird: „Weiter nach Westen dürfen wir bei Todesgefahr nicht gehen, dort liegt Nepal". Wie er es dennoch schaffte, in Nepal eingelassen zu werden, und welche Erlebnisse er in Pashupatinath, Boudnath oder Svayambhunath hatte, davon berichtet dieser Band. Spannend und hochinteressant zu lesen. Mit vielen sehr guten Abbildungen der Fotografien des Autors.
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'A' Group Publication: Album - On the occasion of the auspicious Golden Jubilee of His Majesty King Birendra Bir Bikram Shah Dev
Anlässlich des 50. Geburtstages von König Birendra (1945 -2001) erschien 1995 der Fotoband mit Bildern hauptsächlich der königlichen Familie seit Prithvi Narayan Shah (1723-1775). Hochinteressante Familienfotos, die sonst bisher wohl kaum veröffentlicht wurden. Das Buch wurde in Kathmandu in vermutlich recht kleiner Auflage gedruckt.
Padma Prakash Shreshta (Hrsg.): NEPAL - rediscovered, The Rana Court 1846 - 1951
Ein Band mit Fotos aus den Archiven der „Nepal Kingdom Foundation“ - hochinteressante historische Aufnahmen aus der Regierungszeit der Ranas, ausschließlich Familienbilder, seltene frühe Fotos. Der Band erschien 1986 in Delhi. Dazu kurze Erläuterungen in englischer Sprache.
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Ratna Pustak Bhandar (Hrsg.): Changing Faces of Nepal - The Glory of Asia's Past
Ein Fotoband zu einer Ausstellung der UNESCO in Paris 1997. Stimmungsvolle Fotos, diesmal weniger von den Herrscheramilien, sondern Bilder der Bevölkerung, von Bauwerken und Landschaften. Da ist z.B. die erste und einzige Eisenbahn Nepals abgebildet, die 1927 von Amlekhgunj nach Raxaul an der indischen Grenze fuhr, oder man sieht die Boudnath Stupa im Jahre 1913. Einfach faszinierende Bilder! Dazu kurze Erklärungen in englischer Sprache.
Die erste Eisenbahn Nepals

Boudnath Stupa, ca. 1913
König Prithvi Bir Bikram Shah und 5 Maharajas
TIBET - Heiliger Raum, Fotografien 1880 - 1950
Das Pandant zu den oben beschriebenen Büchern für Tibet mit zutiefst beeindruckenden Bildern der Menschen Tibets und ihrer Kultur. Dabei sind auch historisch interessante Aufnahmen von Sven Hedin oder Alexandra David-Nèel. Der Band in deutscher Sprache erschien 1990 in Frankfurt.
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Thangkamaler 1937
Richard Schmidt: Fakire und Fakirtum im alten und modernen Indien
Sadhus begegnet man nicht nur in Indien, sondern auch in Nepal an allerlei Orten. Man trifft sie nicht nur an heiligen Orten oder Pilgerstätten wie etwa Pashupatinath oder Muktinath, sondern auch - z.T. als „Scheinsadhus“ - an Touristenplätzen wie dem Durbar Square in Kathmandu. Schon Anfang des Jahrhunderts schreibt Richard Schmidt: „Die Fakire der modernen Zeit, die Sadhus, oder wie sie sonst heißen mögen, sind allzusehr in die Augen fallende Gestalten, als daß sie dem aufmerksamen Reisenden entgehen könnten. Ihre äußeren prononzierten Absonderlichkeiten haben auf die überall und nirgends auftauchenden modernen Amateurphotographen eine solche Anziehungskraft ausgeübt, daß deren Aufnahmen ... sie dem Okzident wohlbekannt gemacht haben. ... Und doch versteht man diese Sadhus, die dem Europäer so oft vor Augen treten, nur selten, ...“ Um diese Vertändnis nun bemüht sich Schmidt in seinem Buch, das 1908 im Verlag von Hermann Barsdorf, Berlin erschien. 87 farbige Reproduktionen indischer Original-Aquarelle bereichern den interessanten Band.
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Paul Brunton: Als Einsiedler im Himalaya
Als Führer für eine „Reise ins Innere“ versteht Paul Brunton sein Tagebuch, das 1938 im Otto Wilhelm Barth-Verlag, München-Planegg erschien. Die deutsche Fassung ist eine von Alterego besorgte und vom Verfasser autorisierte Übersetzung der englischen Originalausgabe „A Hermit in the Himalayas“. Seinerzeit galten des Autors Gedanken über Askese und Über-Ich wohl noch als revolutionär. Doch er meint es ernst, spricht eine ungekünstelte, erfrischend einfache und klare Sprache. So heisst es im Nachwort: „Doch kommt einst der Tag, an dem ich mich für eine weitere Reise als die zum Himalaya vorbereiten muss, dann werde ich bereit sein. Ich weiss, dass die hier gefundene Stille mit mir in die Welt des Todes hinübergehen wird und mir in einem Reich, in dem aller Reichtum versagen muss, Hilfe bringen wird. ... Der menschliche Leib wird dahingehen, so gewiss wie diese blinden Nebel, die an den dunklen Bergspitzen dort oben hängen; aber sein eigenes Selbst wird unversehrt bleiben, denn es ist göttlich.“
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Carl Forstmann: Himatschal, die Throne der Götter
Himatschal ist ein anderes Wort für Himalaya, das „Schneeland“. In dessen Vorbergen hatte Forstmann 25 Jahre lang gelebt. In Vorwort seines Buches schreibt er: „Aber nicht nur von den Bergen will ich erzählen, sondern auch von den sonderbaren Bewohnern dieses Gebirges, von ihrem Glauben und ihren Sitten, die weit von allem abweichen, was uns sonst in der Welt bekannt ist ... Ich habe das Land so zu schildern versucht, wie ich es gefunden habe, mit den erhabenen Schönheiten des Hochgebirges und den größeren oder kleineren Unannehmlichkeiten, die das Reisen in diesen Gegenden mit sich bringt. Auch die Leute habe ich mich bemüht so vorzuführen, wie sie mir erschienen sind, mit ihrem wilden Aberglauben, ihrem unendlichen Schmutz und doch fröhlichen und lustigen Charakter, unter dem sich ein gut Teil Spitzbubenschlauheit birgt.“ Das umfangreiche Buch erschien 1926 bei August Scherl, Berlin. Es ist flüssig geschrieben, erklärt das tägliche Leben und die religiösen Kulthandlungen der buddhistischen Bevölkerung. 79 Zeichnungen und 91 Abbildungen lockern den interessanten Text auf.
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Norman Hardie: Im höchsten Nepal - Ein Leben mit den Sherpas
Das Buch ist eine Übertragung der englischen Ausgabe „In highest Nepal“ und erschien 1959 in der Nymphenburger Verlagshandlung, München. Hardie ist Landsmann und Bergkamerad von Sir Edmund Hillary und gehörte 1955 zu denen, die als erste den Gipfel des 8586m hohen Kanchenjunga erreichten. Nach der Rückkehr von diesem dritthöchsten Berg der Erde startete Hardie sofort ein selbständiges Unternehmen, das ihn zusammen mit seinen Sherpafreunden über zahlreiche Pässe bis zum berühmten Sherpadorf Khumjung führte. Dort lebte er viele Monate mit den Sherpas, nahm teil an ihrer täglichen Arbeit, ihren Freuden und Leiden und war Zeuge ihrer religiösen Übungen und Feste. Auch durchforschte er die Gegend nach Spuren des Yeti, des sagenhaften Schneemenschen, wobei er etliche Lücken in der Landkarte schließen konnte - zum Wohl der heutigen Everest-Trekker. Das Buch ist nett zu lesen, mit einigen Zeichnungen und Bildern versehen.
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Jos. Jul. Schätz: Heiliger Himalaya
Bereits 1952 erschien dieses Buch, das sich in erster Linie auf die Berge des Himalaya bezieht, natürlich auch um den West-Himalaya, das Karakorum. Über Nepal schreibt der Autor nicht so sehr viel. Das Land hatte ja auch erst kurz zuvor seine Tore geöffnet. Ehrfürchtig beschreibt Schätz den tibetischen Buddhismus in Bildern und Worten, von dem er noch annahm, er sei die einzige Religion in Nepal. Bei den Texten zitiert er vor allem frühere Himalaya-Besucher wie Sir Francis Younghusband oder Kurt Boeck. Trotzdem ist der Band spannend und durch die vielen Fotos angenehm zu lesen.
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Heinz Steinmetz und Jürgen Wellenkamp: Nepal, ein Sommer am Rande der Welt
Bereits 1956 erschien dieser Band über die Deutsche Nepal-Expedition 1955. Teilnehmer waren Harald Biller, Fritz Lobbichler, Jürgen Wellenkamp und Heinz Steinmetz als Leiter. In den Monaten April bis Oktober 1955 erkundete das Team die Verhältnisse während und nach dem Monsun an den Bergen, beobachtete aber auch die Tier- und Pflanzenwelt. Auf dem Programm der Expedition standen ferner meteorologische Beobachtungen sowie das „Studium der Bevölkerung und deren Gebräuche“. „Wandertage am Rande der Welt“ schreibt Heinz Steinmetz. Und es entstand ein Buch als wunderbare Mischung aus Bergsteigerberichten und der Beschreibung der Menschen Nepals samt ihrer Kultur.
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Heinz Steinmetz: Land der tausend Gipfel
Bericht über die Deutsche Nepal-Expedition 1955, deren Leiter Heinz Steinmetz war. Die Ziele dieser Himlaya-Expedition waren nicht nur alpinistische, sondern ihr Weg sollte zu den Bergen und auch zu den Menschen von Nepal führen. Als Vorläufer für später vorgesehene Unternehmungen sollte die Deutsche Nepal-Expedition 1955 die geografischen und völkerkundlichen Besonderheiten des Landes studieren. So ist das Buch ein lebendiger Bericht von vier Freunden, die Dschungeltäler und Steinwüsten, buddhistische Klöster und Nomadenzelte erlebten, dabei aber auch insgesamt 11 Erstbesteigungen im Annapurna- und Mustang-Gebiet (u.a. Annapurna IV, 7.525m) durchführten. Das Buch ist interessant zu lesen, mit vielen teils farbigen Fofografien. Es erschien 1959 im Brockhaus Verlag, Leipzig.
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Toni Hagen: Nepal
Ganz sicher zählt Toni Hagen zu den besten Kennern Nepals. Seit 1950 hat er fast jeden Winkel des Landes erkundet. Nur wenige Nepali sind im eigenen Land so weit herumgereist wie er. Obwohl Toni Hagen als Geologe kam, betrachtet er nicht nur die Landschaftliche Gliederung Nepals, sondern vertieft die unterschiedlichsten Aspekte des Landes. Themen wie „Unsere Verantwortung gegenüber den Entwicklungsländern“, über das Wetter, die Vegetation, über die rassischen und ethnologischen Strukturen oder die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten werden sachkundig erläutert. Profundes Wissen des Autors gepaart mit stimmungsvollen Fotos, teils zum Ausklappen, machen den großformatigen Band zu einem der bedeutenden Bücher über Nepal. Beigelegt ist eine fantastische Reliefkarte des ganzen Landes. Das prunkvolle Buch erschien 1960 bei Kümmerly & Frey in Bern.
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Heinrich Harrer: Sieben jahre in Tibet
Im Frühjahr 1939 wird Heinrich Harrer Mitglied der deutschen Nanga-Parbat-Expedition. Er wird vom Ausbruch des 2. Weltkrieges überrascht und kommt in Gefangenschaft. 1944 gelingt ihm mit seinem Kameraden Peter Aufschnaiter die Flucht über die Grenzpässe des Himalaja nach Tibet. Aber Tibet wünscht keine Fremden, die Regierung will sie möglichst schnell los sein, die Bevölkerung verweigert Lebensmittel und Unterkunft. Die Wende kommt jedoch wie im Märchen: einmal überlistet, öffnet die „verbotene Stadt“ Lhasa ihre Tore, Harrer wird schließlich Freund und Lehrer des Dalai Lama. In seinen Tagebüchern hat Heinrich Harrer eine Fülle von Material mit nach Hause gebracht und Vorgänge festgehalten, die noch kein Europäer zu Gesicht bekam. Das Buch ist der Bericht eines atemberaubenden und nicht wiederholbaren Abenteuers von Heinrich Harrer, der sicher als einer der letzten Europäer ein unabhängiges Tibet kennenlernen durfte. Spannend zu lesen.
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Heinrich Harrer: Norbu - Tibet, verlorene Heimat
In gemeinsamer Arbeit mit dem ältesten Bruder des Dalai Lama, THUBTEN DSCHIGME NORBU, der wie sein berühmter Bruder in der Verbannung lebt, ist ein Buch entstanden, das am Beispiel der Lebensgeschichte von Norbu einen einzigartigen authentischen Bericht über die Geschicke Tibets in jener Zeit vermittelt. Norbu beschreibt das Elternhaus und das Heimatdorf des Dalai Lama, seinen Eintritt in das berühmte Kloster Kumbum. Er wird später Abt des Klosters und kämpft auf verlorenem Posten gegen die Rotchinesen und lernt deren Foltermethoden kennen. 1959 empfing Norbu den Dalai Lama nach seiner zweiten Flucht aus Tibet. Das Buch erschien 1961 im Ullstein-Verlag.
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Heinrich Harrer: Meine Tibet-Bilder
Heinrich Harrers Schicksal ist einmalig und fantastisch: 1939 wird er auf einer Nanga Parbat-Erkundungsfahrt von den Engländern in Indien interniert. 1944 gelingt ihm die Flucht. Gemeinsam mit Peter Aufschnaiter durchquert er den Himalaya und die Wüsten Tibets und erreicht, was selbst Sven Hedin nicht gelang, die verbotene Stadt Lhasa. Als 1951 rotchinesische Panzer gegen Lhasa rollen, flieht der Dalai Lama zur indischen Grenze, begleitet von seinem Freund Heinrich Harrer, inzwischen selbst in den tibetischen Adelsstand erhoben. Harrer führt dabei dreieinhalbtausend Negative mit - Bilder, die während seines Aufenthalts in Tibet entstanden. Nachdem Harrer nach Europa zurückkehrt, bringt der Ullstein-Verlag sein Erlebnisbuch „Sieben Jahre in Tibet“ heraus. Harrers Tibet-Bilder aber werden im Heering-Verlag in Seebruck am Chiemsee separat herausgegeben. Heinz Woltereck schrieb den begleitenden Text. Mit der Besetzung Tibets geht die Freiheit und Seele von Tibet verloren. Erhalten sind jedoch Harrers Bilder, die er während der letzten sieben Jahre eines freien Tibets fotografierte.
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Sven Hedin: Abenteuer in Tibet
Die Ausgabe „Abenteuer in Tibet“ ist eine Zusammenstellung des 2-bändigen Werkes „Im Herzen von Asien“, welches die zweite Expedition Hedins nach Tibet in den Jahren 1899-1902 umfasst. Der Band erschien 1904 im Brockhaus-Verlag, Leipzig. Seiner erste Reise 1893-1897 führte Sven Hedin in die Mongolei an den südlichen Rand von Sibiren bis nach Peking. Seine zweite Expedition verlief dann weiter südlich durch das heutige Turkmenistan, durch Usbekistan und Kirgistan, entlang des Tarim-Beckens und durch die Wüste Gobi, dann nach Süden bis fast nach Lhasa in Tibet. Von dort nach Westen bis Kaschmir, dann weiter nach Indien durch Himachal Pradesh und Punjab bis südlich von Delhi und sogar Agra. Nach Nepal ist Hedin jedoch nie gekommen. Natürlich weiss Sven Hedin jede Menge spannender Abenteuer zu berichten, und seine lesenswerten Reisebeschreibung vermitteln einen unbändigen Abenteuergeist.
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Schweizerische Stiftung für alpine Forschungen: Everest
Die beiden schweizer Everest-Expeditionen im Frühjahr und im Herbst 1952 waren Wegbereiter für den Erfolg der britischen Everest-Expedition 1953. Im Frühjahr 1952 erstiegen Lambert und Tenzing den Südostgrat bis auf eine Höhe von über 8600m. Im Herbst 1952 mussten Lambert, Reiss und Tenzing auf 8100m wegen Kälte und Sturm umkehren. Dem Sherpa Tenzing Norgay war es dann mit der britischen Everest-Expedition vergönnt, gemeinsam mit Edmund Hillary im Mai1953 auf dem Gipfel zu stehen. Der prunkvolle Band, erschienen 1953 bei der Büchergilde Gutenberg in Zürich, dokumentiert die beiden schweizer Expeditionen mit fantastischen s/w- und Farbfotos.
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John Hunt: Mount Everest, Kampf und Sieg
Der Leiter der britischen Everest-Expedition 1953, John Hunt, berichtet von der „kühnsten Bergfahrt aller Zeiten, unternommen von 14 Männern aus allen Teilen des britischen Weltreiches, von denen zwei, der Bienenzüchter Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing, am 29. Mai 1953 den Gipfel erreichten“. Die Expedition beginnt mit einer dreiwöchigen Wanderung durch Nepal zunächst zum Kloster Tengpoche und folgt dann dem detailiert ausgearbeiteten Plan bis zur 8000m-Grenze. Ab hier überlässt Hunt seinem Kameraden Hillary das Wort, der selbst erzählt, wie er zusammen mit Tenzing den Gipfel erstieg. Etliche Zeichnungen und Fotos machen das Buch zu einem interessanten Dokument über die Erstbesteigung des Everest. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet: THE ASCENT OF EVEREST, Hodder & Stoughton, London 1953. Die deutsche Übertragung erschien 1953 in der Schweizer Druck- und Verlagshaus AG, Zürich.
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Emil Schlagintweit: Indien in Wort und Bild
Schlagintweits „Schilderung des indischen Kaiserreiches“ erschien in 2 großformatigen prachtvollen Bänden 1890 im Verlag Heinrich Schmidt & Carl Günther, Leipzig. Der Autor hatte sich zur Aufgabe gestellt, ein Gesamtbild des indischen Kaiserreiches zu erstellen, wobei er zunächst auf die Manuskripte und Sammlungen, welche seine Brüder Hermann, Adolf und Robert Schlagintweit aus ihren ausgedehnten Reisen in Indien zwischen 1854 und 58 mitbrachten. Desweiteren verarbeitete er die ständigen Berichte der Regierung. Diese betreffen sämtliche Lebensbereiche wie Kunst und Kultur, Religionsausübung in Christentum, Hinduismus und Buddhismus in Indien, Tier- und Pflanzenwelt usw. Diese fundierten Schilderungen, die durch wunderschöne Holzschnitte nach fotografischen Vorlagen ergänzt werden, geben ein umfassendes Bild vom Indien der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ab. Die Grenzgebiete im Himalaya und gegen Afghanistan werden im zweiten Band behandelt.
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Joseph Dahlmann: Indische Fahrten
Ausführlich beschreibt Joseph Dahlmann seine Erlebnisse in Indien in 2 Bänden, erschienen 1908 im Verlag Herder & Co., Freiburg im Breisgau. Seine Reisen brachten ihn nach ganz Indien, dabei auch in den Norden, den er von Darjeeling und Sikkim westwärts bis nach Kaschmir und Kabul durchquerte. Dabei weiß er etliches über den Buddhismus und den Lamaismus zu erzählen. In seine Schilderungen fließen immer wieder hochinteressante geschichtliche Ereignisse mit hinein, so dass die beiden Bände zu einer wahre Fundgrube an Hintergrundinformationen über Indien werden. Beide Bände beinhalten sehr viele Fotos, Tafeln und Karten zu den Themen Architektur, Geografie, Kunst und Kultur.
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Alexandra David-Neel: Heilige und Hexer, Glaube und Aberglaube im Lande des Lamaismus, Leipzig 1931
ch dem Erscheinen ihres Berichts über die erste Pilgerfahrt einer weißen Frau nach der verbotenen Stadt des Dalai Lama, dessen deutsche Ausgabe 1928 unter dem Titel „Arjopa“ erschien, möchte Alexandra David-Neel in diesem Buch auf die vielen auftauchenden Fragen eingehen und dabei auch erklären, wie sie auf den Gedanken gekommen sei, unter den Lamas zu leben. Der Leser erfährt, wie sie sich als tibetische Bettlerin verkleidet in Begleitung ihres Adoptivsohnes Yongden, eines tibetischen Lamas, in Lhasas Zutritt verschaffte und was sie dort erlebte. Die Bilder der ersten Ausgabe von 1931 fehlen späteren Ausgaben meist.
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(Tibetische Lamas)
(Tulku Lamas)
Perceval Landon (1868-1927)
Perceval Landon: NEPAL
Perceval Landon was special correspondent of “The Times” for this Prince of Wales' visit to India from November 1905 to March 1906, when George (later King George V) and May (Princess Mary of Teck, later Queen Mary) toured British India. After that he was in Persia, India, and also Nepal. Impressed by the latter country, he wrote the book “NEPAL” two vols., London: Constable & Co., Ltd., 1928.
He writes: “The kingdom of Nepal is one of the most important neighbours of India… the curiosity or the ordinary reader is roused by its seclusion from the world at large. It is one Forbidden Land: in forty-four years only 150 Europeans have visited Nepal, and few of these have gone beyond the confines of the Valley in which the capital, Kathmandu, lies.“
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Ludwig F. Stiller, The Silent Cry, The People of Nepal: 1816-1839, Kathmandu 1976
Interessantes Buch über die Zeit nach dem Britisch-Nepalischen Krieg 1814-1816. Wie der Autor selbst im Vorwort schreibt: “The Silent Cry is the story of the people of Nepal during a trying period of adjustment and searching for new goals. This story, as I have told it in these pages, begins with the treaty of Sagauli in 1816 and continues through to the death of Bhim Sen Thapa in 1839.” Mit Stammbäumen der Familien Basnyat, Bhandari, Kunwar, Pande, Thapa. Interessant ist auch die Grafik über die Postwege Nepals 1814. Ein weiteres Buch von Ludwig F. Stiller: The Rise of The House of Gorkha. A Study in the Inification of Nepal 1768-1816. Bibliotheca Himalyyica, Series 14.
Eine hierzu interessante website
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